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Johannes O.

Johannes O. wohnte im Wald und mied meistens menschliche Kontakte. Der ehemalige DDR-Beamte leidet unter Schizophrenie, was eine Wiedereingliederung sehr schwierig gestaltete, vor allem da der 42-Jährige sich seine Erkrankung keinesfalls zugestand.

Eher aus Neugier schaute Herr O. eines Tages in die neueröffnete Reso-Station. Dort wurde er freundlich aufgenommen und zum Essen eingeladen. Nach einer Weile kam Johannes O. regelmäßig zum Kochen und zum Reden. Der Komfort von Strom, elektrischem Licht und fließend heißem Wasser machte für ihn das Wohnen in einer gewöhnlichen Wohnung schmackhaft. Und so hat er sich nach vielen Jahren endlich von seiner gesetzlichen Betreuung helfen lassen, eine Wohnung zu finden und zu beziehen.

Nach der langen Zeit in der Natur war Johannes O. leider mit der Wohnung überfordert. Er zog wieder aus und wanderte in den Osten Deutschlands, wo er freiwillig in eine Einrichtung ging, um sich therapieren zu lassen. Er hat sich die Erkrankung endlich eingestanden.