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Jonathan E.

Jonathan E. hat zwei Jahrzehnte Straßenleben hinter sich. Nach einem Wechsel des Vermieters verlor der ehemalige Kleinunternehmer seinen Unternehmensstandort in Duisburg. Mit seiner Familie zog er nach Trier, schaffte es aber nicht einen neuen Kundenstamm aufzubauen. Die Ehe begann zu kriseln und nach der Scheidung gab der heute 65-Jährige sein Unternehmen auf. Er veräußerte seinen gesamten Besitz und überschrieb das Geld seinen zwei Töchtern. Danach ging er in die Obdachlosigkeit.

Wegen Alters-Diabetes hatte Jonathan E. eine nicht heilende offene Wunde am Fuß. Während einer Reise durch Paris im Jahr 2010 infizierte sich die Wunde durch die unhygienischen Zustände, in die der Mann lebte. Der Fuß musste amputiert werden. Jonathan kehrte im Rollstuhl zurück nach Trier, wo er vom Betteln lebte.

Emotionale Verletzungen und psychische Probleme bereiteten ihm derartige Schwierigkeiten, dass er sich alleine nicht in der Lage sah staatliche Bezüge geltend zu machen und sich krankenversichern zu lassen. Ein EinTritt-Mitarbeiter überzeugte Herrn E. in die Reso-Station der Kampagne zu ziehen. Von dort aus wurden Bezüge und Krankenversicherung organisiert. Jonathan E., der seit seinem Krankenhausaufenthalt in Paris kein Alkohol mehr trinkt, nahm auch Kontakt zu seinen Töchtern auf. Er möchte zusammen mit Robert P. eine Wohngemeinschaft gründen, da sich beide gegenseitig ergänzen und sonst allein wären.